Chefarzt Dr. Claus Schneider

Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie

In der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie behandeln wir pro Jahr mehr als 3.500 Patienten.

Allgemein- und Visceralchirurgie
In der Allgemein- und Visceralchirurgie reicht das Spektrum von der Versorgung eines Leistenbruchs bis hin zur großen Tumorchirurgie. In allen Bereichen arbeiten wir dabei eng mit anderen Disziplinen zusammen. So planen, behandeln und versorgen wir gemeinsam mit den Ärzten der Inneren Medizin gut- und bösartige Erkrankungen des Verdauungstraktes und der endokrinen Drüsen (z.B. Schilddrüse). Wenn möglich, erfolgt die Behandlung mittels moderner, minimal-invasiver Verfahren wie etwa der “Schlüssellochchirurgie“. Bei bösartigen Erkrankungen sind oft zusätzliche Therapien notwendig. Zunehmend verbessern auch begleitende Chemo- und / oder Strahlentherapien den Behandlungserfolg. Daher arbeiten wir in diesem Abschnitt der Behandlung eng mit den Onkologen am Marienhaus Klinikum zusammen. Durch den ganzheitlichen Therapieansatz und die Möglichkeit einer Palliativbetreuung unterstützen wir auch Patienten und deren Angehörige, die von unheilbaren Erkrankungen betroffen sind.
 
Erkrankungen, wie die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, übermäßiges Schwitzen oder Tochtergeschwulste in der Lunge, können bei uns chirurgisch behandelt werden. In enger Zusammenarbeit mit den Intensivmedizinern führen wir auch schließmuskelerhaltende Operationen bei tief sitzenden Mastdarmtumoren, Operationen bei Magenkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs und aufwendige Rekonstruktionen bei Speiseröhren-krebs durch. Gemeinsam mit den Kollegen der Unfallchirurgie sorgen wir für eine umfassende Versorgung von schwer- und schwerstverletzten Patienten.


Gefäßchirurgie

In der Gefäßchirurgie werden sämtliche Eingriffe durchgeführt, die ohne den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine möglich sind. Neben den modernen endovaskulären Verfahren (in Zusammenarbeit mit der Radiologie) liegt ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung in der Behandlung des diabetischen Fußes. Häufig führen Stoffwechselerkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus zu einer Veränderung oder zum Verschluss von Gefäßen der unteren Extremitäten, die dann häufig nicht mehr richtig durchblutet werden. Diese Verengungen werden aufgedehnt und evtl. mit Stents versorgt, die dafür sorgen, dass die Adern offen bleiben. Sind die Adern zu sehr verschlossen, werden die Gefäße im Unterschenkel oder im Fuß mit Venenbypässen versehen, die beispielsweise von der Kniekehle bis zum Fußrücken reichen. So wird die Durchblutung des Fußes erhöht und die Mobiltät des Patienten bleibt erhalten.     
Neben den Operationen an der Halsschlagader zur Vermeidung eines Schlaganfalls sowie an den Schlagadern der Beine ("Raucherbein", "Schaufensterkrankheit") ist ein weiterer Schwerpunkt die Behandlung von Dialysepatienten in Kooperation mit den Nephrologen. Hierbei werden Gefäßzugänge (Shunts) gelegt, die Patienten für die Dialyse langfristig benötigen.  Außerdem werden Operationen an der Brust- und Bauchschlagader (Aortenaneurysma) durchgeführt und auch Erkrankungen der Venen - wie beispielsweise Krampfadern - behandelt.
 
Neben der stationären Behandlung können viele Eingriffe wie z.B. Leistenbruchoperationen, proktologische Eingriffe, Port- und Katheteranlagen, Dialyseshuntanlagen oder Gewebeentnahmen auch ambulant durchgeführt werden.