Außenwohngruppen

Zielgruppe
In den Außenwohngruppen finden psychisch kranke Menschen nach der stationären Behandlung ihrer Erkrankung Unterstützung bei der Verarbeitung und Bewältigung fortbestehender Krankheitsfolgen. Ebenso werden Menschen betreut, die nach einem langjährigen stationären Heimaufenthalt auf ein Leben in einer eigenen Wohnung vorbereitet werden sollen. Die Grunderkrankung kann z.B. sein:

  • Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Psychose bei Oligophrenie
  • Affektive Psychose
  • Organische Psychose
  • Persönlichkeitsstörung

Ziele der Außenwohngruppen
Vorrangiges Ziel eines Aufenthaltes in den Außenwohngruppen ist die Rückführung in eine eigene Wohnung, in die Familie, in eine weniger engmaschige Betreuungsform wie z.B. ins betreute Wohnen oder eine Betreuung nach den Vorgaben des persönlichen Budget.
Darüber hinaus gehende Ziele sind zu erwerbende Kompetenzen in den folgenden Bereichen:

  • Basis- und Selbstversorgung
  • Alltagesbewältigung; Tages- und Freizeitgestaltung
  • Umgang mit der eigenen Person
  • Arbeit/ Beschäftigung
  • Soziales und Verwaltung der eigenen Angelegenheiten

Angebote der Außenwohngruppen
Die Angebote der Außenwohngruppen richten sich individuell nach dem Hilfebedarf der zu betreuenden Personen. Die allgemeinen Angebote sind folgende:

  • Psychoedukative Gruppengespräche
  • Ergotherapeutische Gruppenarbeiten
  • Lebenspraktische Trainings
  • Unterstützung bei der Haushaltsplanung
  • Anleitung Wäscheversorgung
  • Unterstützung bei Ämterbesuchen
  • Beschäftigungs- und arbeitstherapeutische Angebote
  • Freizeitpädagogische Angebote
  • Bewegungstherapie
  • Krisenintervention
  • Regelmäßige Kurzkontakte

Therapeutisches Team

Das therapeutische Team der Außenwohngruppen setzt sich aus einer Fachkrankenschwester für Psychiatrie, einem Diplom-Heilpädagogen und einem Erzieher zusammen. Darüber hinaus sind hier eine Ergotherapeutin und ein Sozialarbeiter zu festen Zeiten eingesetzt.
Die psychiatrische Institutsambulanz des Marienhaus Klinikum St. Antonius Waldbreitbach stellt die fachärztliche Betreuung sicher.

Betreuungsrahmen

In der Regel wird zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr Personalpräsenz gewährleistet. Nach Bedarf werden die Betreuungsleistungen bis 20.00 Uhr bereit gestellt. Es besteht darüber hinaus die Rufbereitschaft des Haus St. Antonius und im Bedarf eine Rufbereitschaft der Mitarbeiter der Außenwohngruppen.

Aufnahme

Einer Aufnahme in die Außenwohngruppen geht in der Regel ein Informationsgespräch der zu betreuenden Person und deren Betreuer bzw. deren Betreuerin mit der Heimleiterin sowie den Mitarbeitern der Außenwohngruppen sowie eine Ortsbesichtung voraus. Nach Erstellung der individuellen Hilfeplanung und einer Entscheidung in der Hilfeplankonferenz können Aufnahme- und Einzugstermin festgelegt werden.