Tückische Krankheit endet häufig tödlich

Hetzelstift informiert an Vorsorgetag am 8. Mai über die Gefahren der Bauchschlagader-Erweiterung


Der 8. Mai ist bundesweiter Vorsorgetag für die krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader (Aneurysma). Die Klinik für Gefäßchirurgie und das Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie am Hetzelstift informieren an diesem Tag im Erdgeschoss des Krankenhauses über diese Erkrankung. Interessenten können Vorträge besuchen, sich beraten und kostenlos mit Ultraschall untersuchen lassen.


Mehr als 12.000 Menschen wurden 2007 in Deutschland wegen einer Erweiterung der Bauchschlagader (Aneurysma) behandelt. Betroffen sind vor allem Männer über 65 Jahren und Menschen mit erblicher Veranlagung dazu. Bei vier bis acht Prozent der Männer beispielsweise zeigt die Ultraschalluntersuchung ein Aneurysma. Unbehandelt kann dieses wachsen und schließlich platzen, in 80 Prozent der Fälle mit tödlichen Folgen.


Schon kleinere Aneurysmen müssen daher regelmäßig überwacht werden. Ab einem Durchmesser von fünf Zentimetern, bei schnellem Wachstum oder dem drohenden Platzen des Aneurysmas ist ein operativer Eingriff notwendig. Dafür ist es unabdingbar, erläutern Matthias Wenk, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, und Matthias Arens, einer der drei Chefärzte der Radiologie, dass meist per Computertomographie abgeklärt wird, mit welcher Behandlung dem Aneurysma beizukommen ist. In einem Drittel der Fälle reicht es aus, dem Patienten einen so genannten „Stent", eine Gefäßstütze, einzusetzen, ansonsten wird der erweiterte Teil des Blutgefäßes durch eine Prothese ersetzt.


Tückisch an der Erweiterung der Bauchschlagader ist, dass sie schleichend verläuft und die Betroffenen die Erkrankung oft nicht bemerken, denn sie haben keine Beschwerden. Entdeckt wird ein Aneurysma in der Regel bei der Ultraschalluntersuchung des Bauchraums. Während diese Untersuchungen der Bauchschlagader in den USA, Australien, in Dänemark und Großbritannien als Routineuntersuchungen von den Krankenkassen übernommen werden, müssen Patienten in Deutschland dafür noch selbst bezahlen. (hjm)

 

Das Programm

Samstag, 8. Mai, von 10 bis 14 Uhr Vorsorgetag im Hetzelstift.

10.15 Uhr: Vortrag „Was ist eine Bauchschlagadererweiterung - warum vorsorgen?"

10.30 Uhr: Vortrag „Untersuchungsmethoden zur Vorsorge"

10.45 Uhr: Vortrag über „Behandlungsmethoden beim Bauchschlagaderaneurysma. Stent oder offene Operation?"

Ab 12 Uhr werden die Vorträge in der gleichen Reihenfolge noch einmal wiederholt. Ab 10.30 Uhr kostenlose Ultraschalluntersuchungen. (hjm)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.104
Datum: Donnerstag, den 06. Mai 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '6357323'
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