An die Bedürfnisse der modernen Medizin anpassen

3D-Modell des neuen Bettentrakts

Neuwied. Ende Oktober beginnt am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied die momentan umfangreichste Baumaßnahme der Marienhaus GmbH. Das aus den 60er Jahren stammende Bettenhaus in der Friedrich-Ebert-Straße wird durch einen Anbau auf Höhe des Haupteingangs nach vorne hin erweitert. Ein 90 Meter langer Querriegel entlang der Friedrich-Ebert-Straße verbindet dann den Anbau mit dem jetzigen Bettenhaus. „Durch die rasante Entwicklung der Medizin ist auch kontinuierlich der Platzbedarf in unserem Klinikum gewachsen“, beschreibt Claudia Hoffmann, die Kaufmännische Direktorin des Marienhaus Klinikums, die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten. Das Land fördert die Baumaßnahme mit 20,7 Millionen Euro. Darüber hinaus investiert auch die Marienhaus GmbH Waldbreitbach weitere Millionen in den Anbau. „Trotz der Vergrößerung unseres Hauses wird die Anzahl der Betten gleich bleiben“, erläutert Claudia Hoffmann. Es entstehen insgesamt 72 neue Patientenzimmer und 53 zusätzliche Untersuchungs- und Arzträume. „Nach Abschluss der Bauarbeiten haben wir dann 160 Zimmer für unsere Patienten“, freut sich Claudia Hoffmann.

„Das Krankenhaus wird in den nächsten Jahren sein Gesicht hin zur Friedrich-Ebert-Straße komplett verändern“, so Franz Josef Neffgen, der Leiter der Technischen Abteilung. Durch den Anbau, der auf Höhe des bisherigen Haupteingangs beginnt, erhalten die einzelnen Stationen deutlich mehr Platz: Alle Zimmer im Anbau sind mit eigener Nasszelle ausgestattet. Durch die neue Anordnung der Röntgenabteilung im Anbau entsteht ein ebenerdiges Diagnostikgeschoss, welches die für die Notfallversorgung eines Schwerpunktkrankenhauses notwendigen Abteilungen noch enger miteinander verbindet. Hier werden in Zukunft Patienten, die als Notfall in das Klinikum eingeliefert werden, noch schneller behandelt.

Im Querriegel entlang der Friedrich-Ebert-Strasse wird zukünftig die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin untergebracht werden. Die Zimmer werden so eingerichtet, dass die Eltern bequem bei ihren Kindern übernachten können. Extra für die kleinen Patienten werden zudem Dachterrassen mit Spielplätzen eingerichtet, auf denen sich die Kinder dann nach Herzenslust bewegen können. Und auch die Wochenstation wird im Querriegel untergebracht sein. Sie hat dann – wie bisher auch – eine enge Anbindung an die Kinderintensivstation und die Tagesklinik der Kinder- und Jugendmedizin. Alle Zimmer der Wochenstation werden als Zwei-Bett-Zimmer mit einer entsprechenden Wickelkombination ausgestattet sein. Nach Abschluss der Bauarbeiten, so Hoffmann, „ist das Krankenhaus für alle Bedürfnisse moderner Patienten an einen starken Gesundheitspartner ausgestattet.“