Hetzelstift: Planung für Erweiterungsbau läuft an

DIe Entscheidung, ob das Krankenhaus vergrößert wird, ist damit aber noch nicht gefallen - Zuerst werden Grundlagen ermittelt


Die Betreibergesellschaft Marienhaus (Waldbreitbach) sei dem Ziel, für das Neustadter Krankenhaus Hetzelstift einen zeitgemäßen Erweiterungsbau zu errichten, einen „Riesenschritt näher gerückt". Das sagte auf Anfrage Geschäftsführer Christof Schenkel-Häger. Der nötige Planungsauftrag sei erteilt.


Eine Entscheidung, ob und in welchem Rahmen gebaut wird, sei damit immer noch nicht getroffen, so der neue Geschäftsführer. Alles hänge von den Ergebnissen der nun eingeleiteten Grundlagen-, Raum- und Bedarfsermittlung ab. Schon das Votum für den Planungsauftrag hatte sich länger hingezogen als erwartet: Ursprünglich war eine Entscheidung 2008 angepeilt worden, dann im Dezember 2009 die Beschlussfassung vertagt worden. Jetzt seien aber alle Fragen der Aufsichtsräte geklärt, betont Schenkel-Häger, der in der siebenköpfigen Marienhaus-Geschäftsführung seit April für das 370 Betten zählende Hetzelstift zuständig ist. „Es geht um ein komplexes Projekt, das sicher und sorgfältig vorbereitet werden muss."


Wie mehrfach berichtet, ist der Bettentrakt von 1965 trotz mehrerer Umbauten nicht mehr auf dem neuesten Stand. Marienhaus hatte für sein Neubau-Projekt im Vorjahr ein Kostenvolumen von 38 bis 45 Millionen Euro geschätzt. „Vorfestlegungen gibt es aber nicht", berichtet Schenkel-Häger. „Es werden alle Möglichkeiten geprüft, auch mehrere Optionen für den Standort." Ob die Freifläche neben dem Krankenhaus, die nach einer Absprache mit der Stadt teils zur Verfügung stünde, genutzt würde oder ob die Klinik auf dem jetzigen Gelände einen Anbau „in Winkelstruktur" erhielte, sei somit offen. „Wichtig ist für moderne Kliniken ein möglichst funktionsgerechtes Bauen", erklärt der Geschäftsführer, der über solche Themen auch an einer Hochschule doziert. Die Bedeutung der Prozessorientierung steige: „Weite Wege wollen wir uns nicht mehr leisten."


Die Trägergesellschaft werde nun bis kommende Woche ihre inhaltlichen und zeitlichen Erwartungen definieren, so Schenkel-Häger. Danach werde der Auftrag an Ingenieure vergeben. Der bei Marienhaus angestellte Baucontroller werde dafür die anstehenden Aufgaben auflisten. Diese reichten vom Überprüfen der Bodenbeschaffenheit bis hin zu einer konkreteren Kostenschätzung. „Bereits parallel werden zudem die inhaltlichen Aspekte berücksichtigt", so der Geschäftsführer. Aber - wie gesagt: Die Entscheidung, ob, wie und wann gebaut wird, sei damit noch nicht getroffen. Auch Arbeiten schon in diesem Jahr könne er nicht ausschließen, sagt Schenkel-Häger. (pse)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.114
Datum: Mittwoch, den 19. Mai 2010
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '6399819'
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