Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe)
Als Gastroenteritis – umgangssprachlich Magen-Darm-Grippe, Brechdurchfall, Happe oder Bauch-Grippe, wörtlich von griech. Magen-Darm-Entzündung – wird ganz allgemein eine entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes bezeichnet. Eine Magen-Darm-Grippe geht in der Regel mit Erbrechen und Durchfall einher, hat aber mit der „echten Grippe“ (Influenza) nichts zu tun. Eine Gastroenteritis kann verschiedene Ursachen haben. Die Behandlung besteht in symptomatischen Maßnahmen. Zur Prophylaxe können im wesentlichen hygienische Maßnahmen beitragen. Die häufigste Ursache einer akuten Entzündung des Magen-Darm-Traktes sind lokale Infektionskrankheiten durch Viren (z. B. Rota-, Adeno-, Corona-, Noroviren), Bakterien (z. B. Salmonellen, Shigellen, Yersinien, Clostridium difficile, Vibrio cholerae) oder Protozoen (z. B. Amöben, Lamblien). Der Mechanismus, wie die Infektion zu den Symptomen führt, kann sich unterscheiden. Überwiegend führen die Erreger zu einer Zerstörung der Schleimhaut unterschiedlichen Ausmaßes. Dadurch können Magen und Darm aufgenommene Nahrung nicht mehr verdauen. Die unverdaute Nahrung bindet Wasser und macht den Stuhlgang so dünnflüssig. Da eine Behandlung in Form der Beseitigung der Ursache zumeist nicht möglich ist, beschränkt sich die Therapie in der Regel auf symptomatische Maßnahmen. Diese bestehen in erster Linie in dem Ersatz der Flüssigkeits- und Salzverluste, die durch das Erbrechen und den Durchfall entstehen. Idealerweise bietet man den Patienten hierzu standardisierte Lösungen mit einem Traubenzucker-Salz-Gemisch an. Gelingt diese Form des Wiederauffüllens des Flüssig-keitshaushaltes („Rehydratation“) nicht, muss insbesondere bei Kindern, die besonders von einer Austrocknung bedroht sind, ggf. auch eine Infusion erfolgen. Ein vorsichtiger Kostaufbau von Anfang an kann die Erholung der zerstörten Darmschleimhaut fördern und sollte in Form von leicht verdaulichen Kohlenhydraten (Zwieback, Salzstangen, Weißbrot o. Ä.) von Beginn an versucht werden.