Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ist die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes erforderlich.
Bei dieser Operation wird zunächst der durch die Arthrose zerstörte Hüftkopf entfernt. Anschließend wird die Gelenkpfanne zur Aufnahme der künstlichen Hüftpfanne vorbereitet und diese dann implantiert. Im dritten Teil des Eingriffes wird ein Metallschaft in den Oberschenkelknochen eingesetzt und das Kunstgelenk nach Aufsetzen des passenden Hüftkopfes wieder eingerenkt. Es erfolgt dann der Verschluß der Operationswunde.
In unserer Klinik stehen zwölf verschiedene Pfannen- und Schaft-Systeme zur Verfügung. Somit sind wir in der Lage, für jeden Patienten die exakt passende Prothese nach genauer präoperativer Planung zur Verfügung zu stellen.
Die Wahl der Prothese hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier ist vor allem das Alter des Patienten, aber auch die körperliche Verfassung vor der Operation von großer Bedeutung.
Bei jüngeren Patienten wird der Operateur am ehesten eine "zementfreie Prothese" auswählen, die ohne "Knochenzement" implantiert wird.
Bei Patienten mittleren Alters wird eine "teilzementierte Prothese", bei der der Schaft im "Knochenzement" implantiert wird, bevorzugt.
Bei Patienten im fortgeschrittenen Alter ist es sinnvoll, sowohl Schaft als auch Pfanne durch "Knochenzement" zu fixieren. Es erfolgt die Implantation einer „vollzemetierten Prothese“.
Einen Sonderfall stellen Tumoren oder Metastasen im Hüftkopf oder Schenkelhals dar. Hierzu stehen Spezialprothesen zur Verfügung.
Bei älteren Patienten mit einer Fraktur des Schenkelhalses oder des Hüftkopfes wird eine Vario- oder Duokopfprothese eingesetzt. Hiermit kann der Patient rasch wieder mobilisiert werden, was gerade bei älteren Patienten lebenswichtig sein kann.
Jede Hüftprothese kann im Laufe der Zeit locker werden. In diesem Fall ist eine Austauschoperation erforderlich. Hierbei werden der gelockerte Anteil (Hüftpfanne oder Prothesenschaft) oder beide Prothesenteile ausgetauscht. Häufig sind Defekte im Knochen, vor allem im Bereich der Pfanne, auszubessern. Bei diesen Eingriffen können wir auf Spenderknochen aus unserer Knochenbank zurückgreifen.
Im Rahmen der Vorbereitungen für Prothesenoperationen wird durch unsere Anästhesieabteilung, wenn erforderlich und durchführbar, eine Eigenblutspende veranlaßt.
Team