Was ist wichtig?

Die rasante Entwicklung der letzten Jahre, die Globalisierung sowie die mediale Vernetzung tragen dazu bei, dass alt und lieb gewonnene  >>Kenntnisse<< und >>Wahrheiten<< kaum oder gar nicht mehr in der Lage sind, den heutigen Anforderungen zu genügen; ja, sie entpuppen sich sogar als Fehlinterpretationen und hindern uns dementsprechend auf unserem weiteren Weg.
Unsere Aufgabe als Schule, also als Vermittler der vorhandenen Kenntnisse, muss heutzutage anders definiert werden, um unsere Schüler nicht mit Dogmen zu überhäufen. Unsere Schule, wie wahrscheinlich auch viele andere Schulen für Physiotherapie in Deutschland, muss mit nicht genau definierten Unterrichtsinhalten kämpfen. Zwar müssen wir uns in unserem Unterricht an die uns vorgegebenen Curricula halten, die Art und Weise, in dem aber die Schwerpunkte gesetzt werden  (dürfen), eröffnen ungeahnte Wege in der Interpretationen und der praktischen Anwendung.
Das Fehlen von Schulbüchern (vor- und Nachteil zugleich) verstärken die Situation umso mehr, da die Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung als Physiotherapeut auf einer sehr breiten Basis bestehen: vom Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung bis zur Hochschule/ Universität.

Welche Lösungen, welche Wege bieten wir (die Schule für Physiotherapie der Reha Rhein-Wied) für diese uns bekannte Situation?
Unsere Antwort heißt INDIVIDUALITÄT in Vorlesungen sowie die Anwendung von modernen Unterrichtsmethoden.
Wir verleugnen nicht die alte und nur zu bekannte Form des Frontalunterrichts, wir sind aber auch bemüht uns anderen Formen zuwenden.
Visuell-auditive sowie Kinästhetische Unterrichtsformen sind an unserer Schule an der Tagesordnung, um sicher sein zu können, dass alle bekannten Lerntypen gleichermaßen von uns angesprochen werden. Dazu stehen uns modernste technische Mittel zur Verfügung, angefangen mit dem Overheadprojektor über Diaprojektor, Video und Digitalkamera, sowie ein Videobeamer und das Internet.
Neue technische Mittel sowie die Umsetzung neuester pädagogischer Kenntnisse sind aber nicht ausreichend, um eine solide Basis zu schaffen und diese auf unsere zukünftigen Physiotherapeuten/ Kollegen und deren weitere Entwicklung richten zu können.
Unterstützung rein reproduzierender Lerntechniken führen dazu, Kausalitäten zu verkennen, die Individualität und Dynamik des Kontextes aus den Augen zu verlieren.
Analytisch statt reproduzierend, logisch und offen statt dogmatisch und starr, interdisziplinär vernetzt statt einseitigem und schmalem Denken sind heute wie immer die wahren Stufen zum realen, fortschreitenden und umfassenden Wissen. Dies sind uns als Lehrer und Physiotherapeuten wichtige Gedanken und gleichermaßen Wegweiser in unserer Tätigkeit.

Allerdings – was ist der Lehrer ohne den Schüler?
Es genügt nicht dies alles weiter vermitteln zu wollen. Es muss noch eine sehr wichtige Voraussetzung geschaffen werden: EIGENE ARBEIT! Denn Wissen ist ohne eigene Erfahrung nicht vermittelbar!
Man kann an das glauben, was gelehrt wird, aber das ist nicht Wissen, sondern Glauben zu wissen.
Wissen muss man sich selbst mühselig erarbeiten.
Wir wünschen ihnen viel Spaß und Erfüllung bei der Arbeit!
Let´s work together – Lassen sie uns zusammen arbeiten!

Verfasser: Valentin Effertz