Neonatologie und Intensivmedizin

In unserer Abteilung für Neonatologie und Intensivmedizin werden Kinder angefangen bei kleinsten Frühgeborenen um 500g bis zu reifen am Termin geborenen Neugeborenen sowie intensivbehandlungsbedürftige Kinder aller Altersgruppen behandelt.
Zusammen mit unserer Abteilung für Geburtshilfe bilden wir ein Zentrum höchster Versorgungstufe
Perinatalzentrum Level 1. Jährlich werden ca. 45 Kinder unter 1500g versorgt.
Bereits vor der Geburt werden bei Müttern mit Risikoschwangerschaften durch die Frauenärzte betreut. Bei speziellen Fragestellungen kann möglichst früh ein Gespräch über Probleme, die auf das Neugeborene nach der Geburt zukommen können, mit einem Neonatologen (Neugeborenenarzt) geführt werden.
Wir können heute Frühgeborene ab 24 Schwangerschaftswochen am Leben halten - das entspricht etwa einem Geburtsgewicht von 500g. Ihre Hauptprobleme resultieren aus Unreife von Gehirn, Lunge und Magen-Darm-Kanal. Dennoch betragen die Überlebenschancen bei Kindern mit einem Geburtsgewicht von 500 – 1500g rund 90 Prozent und auch die Überlebensqualität ist zunehmend besser geworden.
Bis zur Entlassung eines Frühgeborenen vergeht mindestens die Zeit, die das Kind zu früh geborenen wurde. Um den fehlenden Schutz und die Versorgung durch den Mutterleib zu „ersetzten“, sind zahlreiche medizinische Maßnahmen je nach individuellen Problemen erforderlich: Inkubatorpflege, künstliche Beatmung, künstliche und Muttermilch Ernährung, medikamentöse Behandlung und intensive Überwachung durch Kinderkrankenschwestern, Ärzte und technische Geräte. Wichtig ist dabei auch die Nähe der Eltern, welche bei uns zu jeder Zeit willkommen sind und frühzeitig in die Betreuung ihrer Kinder einbezogen werden. Dazu gehören auch der Besuch von Geschwistern und intensiver Körperkontakt zwischen Eltern und Kind.

Psychologische Betreuung schon auf der Intensivstation
Jedes Kind, das in eine Familie geboren wird, bedeutet für die Eltern und Geschwister eine Umstellung. Im Falle eines Kindes, das viel zu früh oder krank geboren ist, ist diese Umstellung wahrscheinlich noch größer. Wie bei allen Eltern ändert sich ihr Lebensrhythmus. Sie haben weniger Zeit für sich, weil Sie viele Stunden bei ihrem Kind in der Kinderklinik verbringen. Sie machen sich viele Sorgen und grübeln vielleicht über belastende medizinische Diagnosen. Sie möchten für Ihr Baby die besten Voraussetzungen schaffen, dass es sich trotz seines schwierigen Starts so gut wie möglich entwickeln kann,
Unser Ziel in der Beratung ist es, Sie als Eltern zu ermutigen und zu unterstützen. Wir möchten Sie befähigen, Ihre eigenen Kraftreserven und intuitiven Fähigkeiten im Umgang mit der schwierigen Situation zu erkennen und zu nutzen.
Nachsorge
Auch nach Entlassung begleiten wir die weitere Entwicklung ihres Kindes in den nächsten 2 Jahren in unsere neonatologischen Risikosprechsunde und leiten ggf. Unterstützung und notwendige Fördermaßnahmen eine.
Für die nicht vorhersehbaren Notfälle außerhalb des Perinatalzentrums besteht ein Neugeborenen-Notfalltransportdienst zu den umliegenden geburtshilflichen Abteilungen.