Fragen zur Neuroophthalmologie

 

Was ist Neuroophtalmologie?

Was ist Neuroophthalmologische Radiologie und wann ist sie erforderlich?

Wieso gibt es in der Radiologie im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied besondere Kenntnisse in der Neuroopthalmologischen Radiologie?

Gibt es in der Radiologie des Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied nur einen Ansprechpartner?

Warum genügt manchmal die spezielle MRT alleine nicht?

Wie viele Untersuchungen dieser Art werden im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied jährlich durchgeführt?

Wie werden die Untersuchungen durchgeführt?

 

 

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Was ist Neuroophthalmologie?

Ein Fachgebiet der Augenheilkunde, das besonders spezialisiert ist, auf die Erkrankungen  von Nerven, die für das Auge zuständig sind, z.B. der Hirnnerven II, III, IV, V und VI, aber auch z.B. von Störungen der sympathischen Innervation.

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Was ist Neuroophthalmologische Radiologie und wann ist sie erforderlich?

Der Augenarzt stellt mit seinen Untersuchungsmethoden fest, daß z.B. der Sehnerv beeinträchtigt ist. Für die Beeinträchtigung des Sehnerven gibt es sehr viele verschiedene Ursachen, und es gilt herauszufinden, welche Ursache jeweils vorliegt, z.B. Entzündung oder Tumor oder Unfallfolgen.
Dafür genügt es nicht, nur ein „normales“ MRT oder CT durchzuführen, sondern es
müssen ein MRT und/oder ein CT durchgeführt werden mit sehr dünnen Schichten und bei der MRT zusätzliche besondere Sequenzen.
Die Veränderungen können entweder direkt im Sehnerven liegen, oder aber in der direkten Nachbarschaft.
So kann die Ursache vielleicht ein Tumor im Sehnerven (Optikusgliom) oder
der Sehnervenscheide (Optikusscheidenmeningeom) sein. Oder der Sehnerv, die
Sehnervenkreuzung oder die hintere Sehbahn werden gedrückt durch einen Tumor in der Nachbarschaft, wie z.B. durch einen Hypophysentumor, ein Kraniopharyngeom oder ein Meningeom des Clinoidfortsatzes oder des Sinus cavernosus. Es können aber auch angeborene Veränderungen bestehen oder Durchblutungsstörungen.
Diese Veränderungen können manchmal so klein sein, daß sie nur  mit speziellen MRT-Techniken entdeckt werden. Oder die Ursache ist eine verstärkte Schlängelung der benachbarten A. carotis interna, durch die der Sehnerv zunächst verlagert und dann in seinem Kanal gegen die harte Hirnhaut gedrückt und dadurch geschädigt wird.
Bei den genannten Veränderungen handelt es sich meist um gutartige (nicht maligne) Veränderungen, die aber aufgrund der engen anatomischen Verhältnisse zur Beeinträchtigung des Sehnerven und damit des Sehvermögens führen.
Vielmals können diese Veränderungen durch Operation oder Bestrahlung beseitigt und damit ein Fortschreiten der Sehstörungen verhindert werden.
Es ist daher sehr wichtig, daß sich der Radiologe besonders gut mit den dazu notwendigen radiologischen Techniken und der Bildinterpretation auskennt.
Finden sich im MRT oder CT keine sichtbaren Ursachen, so haben die Veränderungen andere Gründe, die der Neuroophthalmologe kennt.

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Wieso gibt es in der Radiologie im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied besondere Kenntnisse in der Neuroopthalmologischen Radiologie?

Seit über 25 Jahren besteht eine intensive Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit der international bekannten Neuroophthalmologin Frau Prof. Renate Unsöld, zur Zeit Düsseldorf.

Frau Prof. Unsöld ist eine ausgewiesene Expertin, weil sie in der Universität San Francisco Pionierarbeiten in der CT-Diagnostik der Sehbahn geleistet hat. Seither ergab sich eine sehr intensive Zusammenarbeit, die uns immer wieder herausfordert, noch intensiver an der Qualität unserer Untersuchungsmethoden und der Interpretation der Ergebnisse zu arbeiten.

Die Rückmeldungen über Krankheitsverlauf, Operations- und Bestrahlungsergebnisse wurden und werden aufgearbeitet.
Daraus sind eine Lehrsammlung mit über 2 000 Fällen und verschiedene Veröffentlichungen entstanden.

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Gibt es in der Radiologie des Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied nur einen Ansprechpartner?

Nein, in den vielen Jahren, in denen bereits eine Neuroophthalmologische Radiologie durchgeführt wird, war dieses Gebiet regelmäßig Thema der intensiven Weiterbildung.
Insbesondere die Kollegen, die schon lange dabei sind, haben hervorragende Kenntnisse auf diesem Gebiet erworben, sind auch selbst zu Kennern der Neuroophthalmologischen Radiologie geworden und damit verläßliche Ansprechpartner.

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Warum genügt manchmal die spezielle MRT alleine nicht?

  • Manche Veränderungen sind hinsichtlich ihrer Diagnose sofort einzuordnen, wenn man Kalk nachweisen kann, was mit der CT sicher gelingt.
  • Ob eine geschlängelte Arteria carotis interna den Sehnerven bedrängt, läßt sich mit der MRT allein nicht nachweisen. Die CT kann die Beziehung eindeutig darstellen, da sie die Abgrenzung des Optikuskanals eindeutig zeigt.
  • Eine Fraktur (Bruch) des Optikuskanals oder eine Einengung des Optikuskanals durch eine sehr stark belüftete Keilbeinhöhle lassen sich nur mit der CT darstellen.

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Wie viele Untersuchungen dieser Art werden im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied jährlich durchgeführt?

Über 500 — das ist sehr viel, wenn man bedenkt, daß solche Fragestellungen insgesamt selten sind.

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Wie werden die Untersuchungen durchgeführt?

Wie jede CT- oder MRT-Untersuchung, nur, daß die einzelnen Schnittbilder sehr viel dünner sind als normal und im MRT auch mehr zusätzliche Sequenzen durchgeführt werden müssen.
Dieses ist notwendig, weil es sehr wichtig ist, auch kleine Veränderungen und deren Bezug zur Sehbahn nachzuweisen.
Im MRT muß außerdem Kontrastmittel verabreicht werden.

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