Refluxösophagitis
Refluxösophagitis (engl.: reflux oesophagitis, Gastroesophageal Reflux Disease [GERD]), auch Refluxkrankheit genannt, bezeichnet eine entzündliche Erkrankung der Speiseröhre (Ösophagus), die durch den unphysiologisch langen Rückfluss von Magensäure bedingt ist. Vor allem nachts (im Liegen), nach Mahlzeiten, sehr häufig nach Kuchen oder süßen Speisen, beim Bücken oder Heben von Lasten oder von Tabakrauch oder Alkohol kommt es zum sauren Aufstoßen von Magensaft und/oder zu Sodbrennen. Es kann auch ohne Sodbrennen ein unspezifischer Brustschmerz auftreten, selten im Oberbauch Die Diagnosestellung erfolgt hauptsächlich durch eine Ösophago/Gastroskopie. Zusätzlich kann eine 24-h-pH-Metrie (Säuremessung) durchgeführt werden. Im Vordergrund steht eine fettarme Diät, sowie Tabakrauch- und Alkoholkarenz. Sehr zu empfehlen ist eine Gewichtsreduktion, wodurch der erhöhte Druck im Bauchraum abnimmt. Nächtliche Beschwerden lassen sich durch Hochlagerung des Oberkörpers, Keilkissen, Schrägstellen des Bettes lindern. Medikamentös kann der Wirkung der Magensäure mit Protonenpumpenhemmern (z. B. Omeprazol, Esomeprazol, Pantoprazol) begegnet werden.